Graz 2007

„Aktion Gute Hoffung“ startet durch

Die diesjährige Sommeraktion übertrifft die Erwartungen: Tausende Menschen konnten durch gezielte Information und in Gesprächen über den Lebensschutz informiert werden.

Graz/Linz (01.08.2007, JfdL-mp). Samstag Abend ging mit einer Kundgebung in der Grazer Innenstadt die diesjährige Sommeraktion mit dem Motto „Aktion Gute Hoffnung. Österreich in anderen Umständen“ zu Ende. „Jugend für das Leben“-Vorsitzender Norbert Rauscher zeigt sich begeistert über die erfolgreiche Aktionswoche: „Sachliche Information zur Problematik der Abtreibung ist heute Mangelware. Unser Ziel, tausende Menschen für die Würde und das Lebensrecht der ungeborenen Kinder zu sensibilisieren und Wissenslücken zu schließen, konnten wir auch heuer wieder verwirklichen!“

Über 30 Aktivisten zeigten beim Austeilen von Flyern und Infopaketen oder durch Gespräche mit Interessierten ihr Engagement für den Lebensschutz.

„Gute Hoffnung“ in jeden Postkasten

Etwa 4000 Grazer Haushalte erhielten letzte Woche überraschende Post. Unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter, für ein paar Tage zu Postboten geworden, versorgten die Empfänger mit einem Infopaket, in dem sich das originalgetreue Modell eines ungeborenen Kindes in der 10. Schwangerschaftswoche befand. Im begleitenden Infoflyer wird die faszinierende Entwicklung des ungeborenen Kindes thematisiert. Durch die Konfrontation mit den Fakten sollte den Menschen gezeigt werden, dass bei einer Abtreibung immer ein Mensch stirbt. Norbert Rauscher freut sich über die vielen positiven Reaktionen: „Das Babymodell berührte viele Herzen, wie wir an den zahlreichen Rückmeldungen sehen können. Durch die Infopakete bringen wir die ‚lebenswichtige‘ Information auch zu Leuten, die wir sonst nicht erreichen könnten.“ Laut Norbert Rauscher gab es auch negative Reaktionen, wenn auch wenige: „Eine Frau zum Beispiel stritt ab, dass das ungeborene Kind im Alter von 10 Wochen so aussieht wie unser Modell. Auch solche Reaktionen bestärken uns - zeigen sie uns doch, dass wir an der Wurzel des Problems kämpfen!“

Die „Aktion Gute Hoffnung“ will nicht nur die Steiermark aufwirbeln. Durch die Aktionswoche wurde in Graz der Auftakt einer mehrjährigen Informationsinitiative gesetzt. Ziel ist, langfristig jeden Haushalt in Österreich mit einem Infopaket zu versorgen.

Information am Grazer Hauptplatz

Begleitend zur Postwurfsendung betreute „Jugend für das Leben“ am Grazer Hauptplatz einen Infostand. Mit dabei war auch „Lisa“, unser aufblasbares Riesenbaby (dem ungeborenen Kind mit 10 Wochen nachempfunden), das schon von fern Kinder und Erwachsene neugierig werden ließ. In persönlichen Gesprächen mit den Passanten machten unsere Mitarbeiter auf die unantastbare Würde des Menschen aufmerksam und beim Ausfüllen des Wissens-Quiz zum Thema Leben kam es oft zu angeregten Diskussionen.

Besonders beliebt bei unseren kleinen Mitmenschen ist unsere Hüpfburg. Die Kinder bestätigen mit ihrer Lebensfreude den Sinn und die Notwendigkeit unserer Arbeit. Viele trugen unsere Botschaft mit einem Gasluftballon durch die ganze Stadt: „Lasst Herzen schlagen!“

Infoabend „Tränen nach der Abtreibung“

Am Freitag, 27. Juli 2007, sprachen Ingrid Fürstner – eine Betroffene - und Sr. Magdalena Walcher – eine Therapeutin - über das Leiden der Frauen nach einer Abtreibung. Ingrid Fürstner litt selbst jahrelang unter dem sogenannten „PAS“ („ Post Abortion Syndrom“) und erzählte uns offenherzig ihre berührende Geschichte und ihre Aufarbeitung des Schmerzes durch den Glauben. Sr. Magdalena berichtete über Heilungsmöglichkeiten durch Hagiotherapie für Betroffene.

Vor und während des Vortrags demonstrierten SJ-Mitglieder gegen diese Veranstaltung. Soll mit Parolen wie „selbstbestimmt statt fremdbeHERRscht“ Frauen, die nach einer Abtreibung leiden, der Mund verboten und das Recht auf freie Meinungsäußerung abgesprochen werden?